Die Existenz des Ortsnamen Cervo taucht erstmals im Jahr 1123 in einem Dokument, das vor 150 Jahren in dem Archiv von Albenga entwickelt wurde, auf. In diesem Dokument wird das Cervo-Tal erwähnt.

Dieser Ortsname wird im eben genannten Dokument sogar recht häufig, sowohl in der Form Cervus ( in den Jahren 1172, 1190, 1200, 1241, 1251 usw.), als auch in der Volksänderung (im Jahren 1169, 1192, 1196, 1199, 1204, 1251 usw.) erwähnt.

Ursprünglich spielte der Begriff Cervo auf den Wildbach und das Tal an, das vom Bach-Cervo durchflossen wird.

Während des Mittelalters haben die Siedlungen, die sich im Cervo-Tal entwickelt haben, den Ortsnamen Cervo mit ihrem Namen verknüpft. Man erschuf die Namen: San Bartolomeo del Cervo, sowie San Bartolomeo della Valle del Cervo, Santa Maria del Cervo, Pairola del Cervo, Chiappa del Cervo und Castello del Cervo.

“Castrum Servi”, das im Jahre 1196 erstmals auftauchte, bezeichnete die Siedlung auf einem felsigen Sporn, die auf das Meer blickte. Castrum Servi wurde von der Natur und durch eine Wehrmauer geschützt. Es war eigentlich unbezwinglich.

Dank dieser Besonderheit wurde sie zur Hauptstadt. Dort ließ sich der Stadthalter des Feudalherren mit seiner Garnison nieder. Seit Mittedes 14. Jahrhunderts nannte der Stadtvogt aus Genua dies seinen Wohnort.

Die Siedlung Castrum Servi wurde nur als Cervo bezeichnet. Dieser Brauch verbreitete sich am Ende des 18. Jahrhundert und wurde offiziell am Anfang des darauffolgenden Jahrhunderts, alswegen politischer Veränderungen eine neue Verwaltungsordnung geschaffen wurde.

Über den Ursprung des Ortsnamens gibt es verschiedene Meinungen. Einige glauben, dass in der Vergangenheit in diesem Gebiet ein dichter Wald existierte und der lateinische Begriff popularisiert wurde. Von dem lateinischen Begriff stammt die Bezeichnung Servo, die im Italienischen zu Cervo geworden ist.

Nach anderen Meinung gibt es keine Zweifel: In der Vergangenheit lebten in den Wäldern des Tals Hirsche, die das gesamte Tal charakterisierten.Es gibt auch einen Volksbrauch, der am Anfang des 19. Jahrhunderts von Urbano Multedo schriftlich überliefert wurde. Das angrenzende Tal benannte und benennt auch heute noch den Golf der Diana. Sein Name erinnert an einen alten Diana-Kult, der dem ganzen Gebiet seinen Namen gab. Die Marquis des Cervo-Tals ließen sich von dem Ortsnamen des angrenzenden Tals inspirieren und gaben der Siedlung auf dem felsigen Sporn den Name des Tiers, das in der Darstellung der Göttin Diana neben ihr steht.

Eine andere Version holte sich die Inspiration, wie die vorherigen, aus der klassischen Mythologie. Diese wurde von Nino D’Althan schriftlich überliefert. Sie besagt: Eines Tages badete sich die Göttin Diana im ligurischen Meer. Atteone, der auf der Jagd war, überraschte die Göttin Diana bei ihrem Bad, woraufhin sie ihn in einen Hirsch verwandelte und dieser daraufhin von seinen eigenen Hunden zerfleischt wurde. Seit dieser Zeit nennt sich die Ortschaft wie die Göttin.

Dennoch ist es wichtig sich daran zu erinnern, dass in der Vergangenheit der Name der Ortschaft mit dem Tier und nicht mit dem Wald verbunden wurde. Zum Beispiel bildet das älteste Stadtwappen von 1542, das in dem Staatsarchiv von Genua aufbewahrt wird, zwei Hirsche ab, die ein gekreuztes Wappen halten. Diese Darstellung zeigt die Untertänigkeit der Republik Genua.

Auch der Ortsname Steria hat einen alten Ursprung und sicherlich auch eine römische Ableitung. Durch Lesen einiger Dokumente, die im lokalen Archiv aufbewahrt werden, hat man entdeckt, dass der Ortsname Steria von dem lateinischen Begriff Ostilla stammt. Dieser bedeutet: Flussmündung, Meerenge, Seehafen, Eingang. Die originale Form des Begriffs ist bis Mitte des 16. Jahrhunderts verwendet worden. In der notariell beglaubigten damaligen Urkunde werden verschiedene Einwohner erwähnt, die den Vornamen Ostilla trugen. Sie waren so zahlreich, dass diese dem Dorf des Tals seinen Namen gaben.

Die neuzeitliche Variante ist das Ergebnis eines Lautwandels, das man mit ihrer Übertragung in die Vulgärsprache eingeführt hat. Insbesondere den Wegfall von Sprachlauten am Wortende und die Verwandlung von i in e und von l in r. Das ist eine Besonderheit, die die Entwicklung der ligurischen Sprache charakterisiert.

Schließlich ist es noch wichtig zu unterstreichen, dass in der Vergangenheit die Cervo- Flussmündung der Landeplatz und der Anlaufhafen des Tals war. Dies war von so großer Bedeutung, dass der Ortsname Ostilia zu Steria verändert wurde und bis heute so beibehalten wird. Es ist kein Zufall, dass ehemals Ostilia die Flussmündung bezeichnete, während der Wasserlauf und das ganze Tal immer mit dem Begriff Cervo genannt wurden.

Aber heutzutage hat der Ortsname Steria die Oberhand über Cervo gewonnen, aufgrund der Entwicklung der sozioökonomischen Ordnung der letzten Jahrzehnte, die den geschichtlichen Orten und den Bauarten am Küstenstreifen Bedeutung beigemessen hat, um sowohl den Gießbach als auch das gesamte Tal wiederzugeben.

Auch für den Ortsnamen Faraldi existieren verschiedene Hypothese: Nach der Mehrheit der Forscher stammt es aus einem zusammengesetzten langobardischen Begriff. Dies könnte man wie Siedlung im Wald übersetzen. Außerdem könnte man dieser Übersetzung die Existenz einer Siedlung im Tal seit Jahrhunderten entnehmen.

Eine zweite Hypothese erklärt, dass der heilige Wald im Faraldi-Gebiet eine präzise Funktion für den Totenkult gehabt hätte. Nach dieser Hypothese stammt der Name aus Februartagen, die die Römer jedes Jahr dem Totenkult widmeten. Diese Hypothese würde von der Entdeckung eines Fragments einer Grabstele bekräftigt, die auf die erste Phase der römischen Besetzung (II-I Jahrhundert v.Chr.) datiert wird. Außerdem existieren in verschiedenen alten Dokumenten Erwähnungen der Varianten Feraldi  und Feraudi. Quellen: Die Veröffentlichung dieses Artikels und die Einführung von Bildern wurde freundlicherweise von den Autoren und von den Verwaltern der Website Cà de Puio erlaubt.

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